Gemeinderatssitzung vom 25.03.2026

Mit dem Rechnungsabschluss 2025 und Ergänzungen beim Haushaltskonsolidierungskonzept standen finanzielle Agenden im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung. Aufgrund der weiterhin angespannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen muss die Gemeinde genau auf ihre Ausgaben schauen und es wird versucht Sparpotentiale zu heben. Das alles unter der Prämisse, dass das gesellschaftliche Miteinander und die Aufgaben der Gemeinde nicht „zu Tode gespart“ werden.

Langfristig werden sich Bund und Land Lösungen einfallen lassen müssen, damit von den eigentlich den Gemeinden zustehenden Ertragsanteilen auch tatsächlich ausreichend Mittel bei den Gemeinden ankommen und nicht bereits davor über Sozial‑, Bildungs‑ und sonstige Transfers ein erheblicher Teil einbehalten wird.

Berichte der Sonder-Gemeinderäte
Gestartet wurde die Gemeinderatssitzung mit den Berichten der vom Gemeinderat festgelegten Sondergemeinderäte. Bildungsgemeinderat GR Hans Jedliczka sieht sich als Informationsdrehscheibe zwischen Bildungseinrichtungen und Gemeinderat bzw. Gemeindeamt. Jugendgemeinderätin Helena Röhrbacher freut sich über den gut gelaufenen Start des Jugendtreffs und kommt dort auch mit vielen Jugendlichen über deren Wünsche ins Gespräch. Umweltgemeinderat GGR Daniel Wurzer berichtete vom Biodiversitätsprojekt beim Retentionsbecken und einem gestarteten Projekt mit der Volksschule Mauerbach. Zivilschutzgemeinderätin Birgit Kerschbaumer blickt auf mehrere Zivilschutzstammtische, erstellte Checklisten für die Bevölkerung, Vorsorge-Aushänge in den Schaukästen und der nun gestarteten Zertifizierung als „Krisensichere Gemeinde“ zurück.

Rechnungsabschluss 2025
Das Ergebnis liegt ohne Rücklagenauflösung bei Minus 81.000 Euro und damit um 278.000 Euro besser als im Voranschlag, und das trotz höherer Kosten durch die Übernahme des Horts in die Gemeindeverwaltung und geringerer Bedarfszuweisungen. Geholfen haben höhere Kommunalsteuer, z.B. durch den neuen Eurospar, und höheren Ertragsanteilen als geplant sowie geringeren Ausgaben bei den Kanalgebühren Richtung Wien. Die offenen Forderungen wurden massiv reduziert.

Katastrophenschutzhalle kommt
Das Hochwasser des Jahres 2024 hat sehr rasch gezeigt und haben dies auch die Analysen im Nachgang ergeben, dass für Gemeinde Mauerbach und die Hilfsorganisationen Abläufe vereinfacht werden können, wenn gewisse Hilfsmittel zentral gelagert und rasch für den Ernstfall verfügbar sind. So soll bei der FF Steinbach eine Katastrophenschutzhalle in der Größe von 10m x 10m entstehen und zur direkten Lagerung von Material (Sandsäcke, Pölzholz,…) sowie Ausrüstung dienen.

VOR-Ortstarif wird überarbeitet
Über die Parteigrenzen hinweg hat man sich darauf verständigt, dass der VOR-Ortstarif überarbeitet werden soll. Bisher war es so, dass die Gemeinde bei den Einzelfahrten im Ort finanziell unterstützt hat, diese Fahrten aber vermutlich zu großen Teilen von ortsfremden Ein- oder Wenigfahrern genutzt werden. Künftig soll der Fokus auf der Unterstützung bei Monats-, Jahreskarten und Klimaticket gelegt werden. Damit die Unterstützung tatsächlich den Mauerbacherinnen und Mauerbachern zugutekommt.

Pressbaum wird Teil der Kleinregion „Wir 5 im Wienerwald“
Seit 2018 arbeiten die Gemeinden Mauerbach, Gablitz, Purkersdorf, Wolfsgraben und Tullnerbach unter dem Namen „Wir 5 im Wienerwald“ erfolgreich zusammen. Nun ist die Stadtgemeinde Pressbaum mit dem Wunsch an die Region herangetreten, dieser Kooperation beizutreten. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde daher ein Grundsatzbeschluss gefasst, der den Weg für die Aufnahme Pressbaums in die Kleinregion freimacht.

Erweiterte Förderung für den FVVV
Im Rahmen einer erweiterten Vereinsförderung wurde der Fremdenverkehrs- und Verschönerungsverein Mauerbach (FVVV) mit einer Förderung von 800 Euro bedacht. Der FVVV kümmert sich hervorragend um die laufende Instandhaltung der Mauerbacher Wanderwege und soll der Verein damit notwendiges Equipment ankaufen können.